Wästerland trifft Westerland – die Warsteiner Pfadfinder erkunden Westernohe

„Vom Wästerwald in den Märchenwald – nächster Halt Westerwald“ – unter diesem Motto machten sich 60 Pfadfinder*innen der DPSG Warstein auf den Weg in ihr diesjähriges Sommerlager auf den Bundeszeltplatz in Westernohe. Zehn Tage lang erwarteten sie zahlreiche kleine und große Abenteuer.

Bereits am Donnerstag wurde der Material-LKW mit Zelten, Küchenutensilien und dem Gepäck der Kinder beladen. Während die ersten Leiterinnen ins Vorcamp aufbrachen, um den Lagerplatz vorzubereiten, machte sich der LKW auf den Weg in den Westerwald. Ein besonderer Dank gilt der Fahrschule Behme und insbesondere Ralf Behme, der den Pfadfinderinnen den LKW zur Verfügung stellte.

Am Samstag, den 18. Juli, folgten schließlich die Kinder und wurden mit einer großen Überraschung empfangen: Alle Zelte standen bereits. Nach der ersten Nacht im eigenen Schlafsack ging es für die einzelnen Altersstufen auf ihren traditionellen Hajk. Ziel war es, die Umgebung des Zeltplatzes zu erkunden. Mit Schlafsack, Isomatte und Verpflegung im Gepäck suchten sich die Gruppen in bis zu 30 Kilometern Entfernung einen Übernachtungsplatz. Für die Wölflinge, die jüngste Altersstufe, führte der Hajk in den nahegelegenen Tierpark. Die Jungpfadfinder*innen wanderten bereits deutlich weiter, während die Pfadis mit einigen Pizza-Stopps einen rund 20 Kilometer entfernten See ansteuerten. Nach ihren unterschiedlichen Abenteuern trafen sich alle Gruppen am nächsten Tag wieder im Lager zum gemeinsamen Abendessen. Eine spirituelle Abendrunde ließ den ereignisreichen Tag ausklingen.

In den folgenden Tagen standen zahlreiche Workshops auf dem Programm, die sich passend zum Märchen-Motto durch das gesamte Lager zogen. Ob die höchste Flamme des Westerwalds entzünden, Lagertagebücher gestalten, Leinwände und Eingangstuch bemalen, einen Bannermast und ein Sonnensegel bauen oder gemeinsam kochen – für jede und jeden war etwas dabei. Besonders kreativ wurde es beim Postkartenworkshop. Dort gestalteten die Teilnehmerinnen Postkarten, die anschließend an Unterstützerinnen des Spendenprojekts der Pfadfinder – einem Kinderheim in Rumänien – verschickt wurden.

Am Mittwoch war bereits die Halbzeit des Lagers erreicht und das traditionelle Bergfest stand an. Bei einem großen Geländespiel konnten die Pfadfinder*innen ihr Märchenwissen und ihr Geschick unter Beweis stellen und sich am Ende einen Schatz erspielen. Für eine besondere Überraschung sorgte der Besuch des Warsteiner Bürgermeisters, der sich selbst ein Bild vom Lagerleben machte. Am Abend klang der Tag gemütlich am Lagerfeuer bei Stockbrot aus.

Auch Ausflüge durften im Sommerlager nicht fehlen. Am Donnerstag ging es zunächst ins nächstgelegene Schwimmbad, wo Sprungtürme, Rutschen und Whirlpool ausgiebig getestet wurden. Einen Tag später stand die historische Altstadt von Limburg auf dem Programm. In altersgerechten Führungen erfuhren die Pfadfinder*innen viel über die Geschichte der Stadt, den Bau des Doms und sogar von der angeblich goldenen Badewanne.

Am Samstag fand mit der Stammesversammlung ein offizieller Programmpunkt des Lagers statt. Die einzelnen Stufen blickten auf das vergangene Pfadfinderjahr zurück und stellten ihre Berichte vor. Außerdem dankte der Stamm dem Vorstandsteam – Jakob Schrewe, Paula Schrewe und Meike Urbach – für die engagierte Arbeit im vergangenen Jahr. Ein besonderer Dank galt ebenso den zahlreichen Förderinnen und Spenderinnen, die viele Aktionen des Stammes überhaupt erst ermöglicht haben.

Am letzten Lagertag packten alle gemeinsam die Zelte und das Material zusammen. Als Belohnung verbrachten die Teilnehmer*innen ihre letzte Nacht gemeinsam in der großen Mehrzweckhalle, bevor es am Sonntag mit dem Bus zurück nach Warstein ging. Müde, aber mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck, wurden die Kinder dort von ihren Familien am Paulushaus empfangen.

Nicht nur die Teilnehmer*innen waren sich einig, dass das Sommerlager gern noch ein paar Tage länger hätte dauern dürfen. Auch die Leiterrunde zog ein durchweg positives Fazit und blickt auf zehn gelungene Tage voller Gemeinschaft, Abenteuer und unvergesslicher Erlebnisse zurück. Lange dauert der Abschied jedoch nicht: Nach den Sommerferien starten wieder die Gruppenstunden. Neue Kinder und Jugendliche, die Lust auf Pfadfinden haben, sind dabei jederzeit herzlich willkommen.